Zweimal DM-Silber in Hamburg - Johannes Lotz für U23-WM in Rotterdam nominiert

Hanaus Topskuller Johannes Lotz hat bei den nationalen Titelkämpfen der U23-Ruderer in Hamburg das Ticket für die Ende August in Rotterdam stattfindenden Weltmeisterschaften gelöst. Der Deutsche Ruderverband (DRV) nominierte den 19-jährigen Psychologiestudenten der Hanauer Rudergesellschaft 1879 (HRG) zum dritten Mal in Folge für den WM-Kader, nachdem er bereits 2014 und 2015 als Junior Gold und Silber erkämpfte und nunmehr bei den 19- bis 22-Jährigen mit überzeugenden Leistungen und DM-Silber im Doppelvierer durchstartete. Damit ist die HRG seit Jahrzehnten erstmals wieder in der Männerklasse national und international auf höchstem Leistungsniveau unterwegs.

Das Kräftemessen in Hamburg schloss Johannes Lotz „nur“ mit der Silbermedaille im Doppelvierer ab. Mit dem Ergebnis zeigte sich der HRG-Topskuller am Ende eines völlig verregneten Meisterschaftseinsatzes trotz seines Podestplatzes selbstkritisch: „Mit Silber bin ich ziemlich unzufrieden, vor allem, weil der Abstand zu Gold am Ende so groß war.“ Die Zielsetzung sei „ganz klar die Goldmedaille“ gewesen, allerdings habe man die Chance darauf bereits nach 500 Metern vergeben und die Gegner ziehen lassen. Mit den Leipziger Mannschaftskollegen Hannes Redenius und Kai Fuhrmann sowie Steven Weidner aus Magdeburg war es im Finale innerhalb weniger Wochen zum dritten Duell mit dem starken Boot aus Hamburg/Magdeburg/Potsdam gekommen. Nach einem Bord-an-Bord-Kampf im ersten Streckenviertel der 2.000-Meter-Distanz zog die Konkurrenz mit deutlich flotterem zweiten Rennviertel auf und davon. Im Finish konnte das Team um HRG’ler Lotz (06:02.79) dem souveränen Auftritt des neuen Meisters nichts entgegensetzen, der im Ziel 5,77 Sekunden vorne lag.

Messbootfahrten und Ergometertest

Nun geht es zielstrebig um die Mannschaftsbildung für die WM in Rotterdam. Bevor die endgültige Viererbesetzung für die WM verkündigt werde, finde Mitte Juli in Leipzig noch eine Mannschaftsbildung statt, erläuterte Lotz, der seit Herbst am Olympiastützpunkt Berlin trainiert, seinem Heimatverein aber nach wie vor die Treue hält. „Neben Messbootfahrten stehen Ergometer- und Krafttests im Institut für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT) an. Aus diesen Kriterien wird dann eine Rangfolge erstellt und der letzte landet auf der Ersatzposition“, so Lotz.

Den direkten Sprung ins U-23-Nationalteam nach WM-Gold und -Silber bei den Junioren bezeichnet Lotz als „riesigen Erfolg“. „Auch wenn die letzten Wochen nicht ganz so liefen wie geplant, hatte die Saison sehr gut angefangen und ich konnte immer konstant meine Leistung zeigen. Damit hätte ich letzten Winter noch nicht gerechnet.“

Start bei Henley Royal Regatta

Dem Meisterschaftsauftritt im Hohen Norden folgt bereits in dieser Woche ein Einsatz auf königlichem Terrain: Der Deutsche Ruderverband (DRV) entsendet das Vizemeister-Quartett zur legendären Henley Royal Regatta auf der Themse. „Die Vorfreude, an der bekanntesten Ruderregatta der Welt teilzunehmen, ist groß und ich bin gespannt, was uns dort alles erwartet“, blickt der HRG’ler auf das nächste Ziel. Am Start sind unter anderem Ungarn, Kanada, Tschechien, USA, Dänemark und Großbritannien.

Den erneuten Sprung ins WM-Team bezeichnete HRG-Sportvorsitzender Berthold Ocker als „tolle Leistung“ und hob den langen und zumeist beschwerlichen Qualifikationsweg hervor. „Wir dürfen nicht vergessen, dass wir in Deutschland ja mehr oder weniger auf Weltklasseniveau rudern, und Johannes hat gezeigt, dass er Anschluss gehalten hat.“ Große Anerkennung verdiene zudem der Umstand, Spitzensport und Studium unter einen Hut zu bringen und gleichzeitig das Leistungsniveau zu halten.

Silber für den Hessenachter mit Tim Glod

Die zweite Medaille für die HRG bei den Deutschen Jahrgangs- und Juniorenmeisterschaften ergatterte Tim Glod gemeinsam mit Hassia-Partner Alexander Forkert im U17-Achter. Das Hessenteam mit weiteren Athleten aus Weilburg/Limburg/Wetzlar/Wiesbaden erntete das erhoffte Edelmetall in einem packenden Finale: Die Favoriten und späteren Sieger aus Hamburg lagen zunächst auf Rang zwei, ein NRW-Team aus Leverkusen/Bonn/Düsseldorf/Köln/Siegburg führte das Feld an, in dem der Hessenachter auf Platz vier in Lauerstellung lag. Zur Streckenmitte der 1.500-Meter-Distanz legten die Jungs von Main und Lahn erst richtig los, hefteten sich mit schnellster Zwischenzeit an die Hamburger, die ebenfalls aufwachten und den NRW-Achter abschütteln konnten. Die Hessen sicherten ihren Vorsprung auf den Bronzeplatz als hochverdienten Lohn für eine hervorragende Saisongesamtleistung ab. Für Ressortchef Ocker ein besonderer Grund zur Freude, nachdem HRG‘ler Henry Hopmann im letzten Jahr im hessischen Paradeboot mit Bronze ebenfalls Edelmetall holte. „Tim Glod als Ältester unter unseren U17-Junioren hat grandios zugeschlagen“, so Ocker.

In den nächsten Jahren Früchte ernten

Platzierungen gab es für Cedric Deckenbach und Tim Niclas Meier im Einer sowie Björna Hoffmann/Sahra Noua im Doppelzweier, die allesamt in ihrer Jahrgangsklasse zu den Jüngeren zählen und 2015 noch in Kinderrennen am Start waren. „Sie haben sich respektvoll geschlagen, konnten aber natürlich noch nicht ganz vorne mitfahren“, bilanzierte Ocker. „Sicherlich werden der Trainingsaufwand und die Trainingskonzeption in den nächsten Jahren Früchte tragen.“

U19-Juniorin Annika Pörner landete im Gesamtklassement des Leichtgewichts-Einers (maximal 57,5 Kilogramm Körpergewicht) auf Platz zehn. Philipp Maibaum und sein Frankfurter Partner Björn Stanischewski verbuchten Rang neun im U19-Doppelzweier. „Pörner und Maibaum sind erst 17 und absolvieren ihr erstes Jahr in der höchsten Juniorenklasse. Annika hat sich großartig gesteigert, auch Philipp hat eine gute Leistung gebracht. Wenn beide im kommenden Jahr an die gezeigten Leistungen anknüpfen, können sie sicherlich im Finale vorne mitfahren“, fasste Ocker das Meisterschaftswochenende zusammen.

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