Endlich ist es soweit

Auf diesen Zeitpunkt haben sich Stanko Kovac und Thomas Blascheck gefreut. Am nächsten Wochenende greift die Zweiermannschaft das erste Mal in diesem Jahr in das Regattageschehen ein. Man wollte eigentlich schon in dieser Woche in Linz bei der internationalen Masters Regatta in Linz an den Start gehen. Die Regatta ist aber aufgrund der Pandemie abgesagt worden. Auch an der zweiten geplanten Internationalen Masters Regatta in Bled werden Stanko und Thomas nicht teilnehmen, da die Auflagen durch die Coronalage das Regattieren sehr kompliziert machen.

Anfang des Jahres haben sich die beiden Ruderer gefunden mit dem klaren Ziel sich auf Regatten gezielt vorzubereiten. Mit dem Masters-Trainer Florian Bauer arbeiteten Sie nicht nur einen Trainingsplan aus, sondern auch einen Ernährungsplan. Insgesamt haben beide dadurch fast 30 kg abgenommen. Der Umfang von 6 Einheiten pro Woche zeigt mit welcher Motivation an das Ziel herangegangen wurde. Unterstützt wurde die Überwachung der Trainingsentwicklung durch Laktattests.

Stanko ist mit 14 Jahren im damaligen Jugoslawien zum Rudersport gekommen. Der Ruderclub in Osijek gehörte zu einem großen Chemiekonzern, der sich auf die Unterstützung des Rudersports fokussiert hatte. Er war damals etwas dick und sein Vater überzeugte Stanko Sport zu treiben. Er war damals nicht verwundert, dass er sich eine Sportart aussuchte, die man im Sitzen ausüben kann. Innerhalb von 2 Jahren zeigte das Training schon große Wirkung. 1976 gewann Stanko bei der Jugoslawischen Meisterschaft die Goldmedaille und qualifizierte sich im Vierer mit Steuermann für die Junioren WM. Im Seniorenbereich holte er auf nationaler Ebene die Bronzemedaille im Doppelzweier, bevor er 1979 seine Ruderkarriere beendete.

Rudern war bei den Mädels nicht so populär. Deswegen widmete er sich dem Basketball. Er kam sehr schnell in das Erstliga-Team der örtlichen Mannschaft. Auch nachdem er 1984 nach Deutschland kam, fand er durch die TGH wieder Kontakt zum Basketball. Hier spielte er mit den Spielern der ehemaligen Bundesliga Mannschaft. Doch irgendwann haben sich die Gelenke bemerkbar gemacht und er musste mit dem Basketball aufhören. Seine Frau Carla brachte Stanko dann wieder zurück zu der Sportart im Sitzen.

Auch Thomas hat eine interessante sportliche Vergangenheit. Er hat viele verschieden Sportarten ausprobiert. Am erfolgreichsten war die Zeit beim SSC Rodenbach. Er wurde Hessenmeister über 800 m und über 3000 m. Ein Höhepunkt war die Teilnahme beim Hawaii Triathlon, den er erfolgreich in 9 ½ Stunden bewältigte. 2017 war er mit der der 3x1000 m Staffel erfolgreich bei der Deutschen Meisterschaft unterwegs.

Nachdem er mit dem Leistungssport aufgehört hat, schlug nach einiger Zeit der Zeiger der Waage etwas weiter aus. Durch einen Besuch von Carla Kovac in seiner Praxis wurde Thomas auf den Rudersport aufmerksam gemacht. Carla hat also mehr oder weniger diesen Zweier zusammengebracht. In der Praxis hat er auch Johannes kennengelernt, der mit Thomas zusammen zur Rudergesellschaft kam. Die Zielsetzung war von Beginn an Rennen zu fahren. Und so startete man im ersten Ruderjahr auch gleich an der Auheimer Regatta. Und dann kam die Corona Pandemie und das Team fiel auseinander.

Durch die Aktivitäten der ambitionierten Masters-Ruderer unter der Leitung vom Florian haben beide zusammengefunden. Wir wünschen Euch viel Erfolg und vor allem viel Spaß bei den bevorstehenden Rennen auf den Herbstregatten.