Vorschau auf die DJM in Essen 2021

Nach langer Pause riecht es an der Hanauer RG wieder nach Regattaluft - und zwar gleich nach ganz großer Regatta! Die Männer, sowie die Juniorinnen und Junioren, trainieren fleißig für die deutschen Meisterschaften und das Trainerteam aus Tobias Maibaum und Peter Stall versuchen ihre Athleten auf den Punkt in Form zu bringen.

Es wird spannend, denn auf dem Baldeneysee, dem größten Stausee an der Ruhr, geht es gleich um die Deutschen Meisterschaften. Bisher konnten sich die Athleten zwar durch Kaderprüfungen und Ergometervergleiche grob orientieren, aber das direkte Messen mit der Konkurrenz war nur sehr eingeschränkt möglich.

TimTim Niclas Maier wird die Hanauer Rudergesellschaft im Leichtgewichts-Männer-Einer B und in einer Renngemeinschaft im Leichtgewichts-Männer-Doppelvierer B vertreten. Die Renngemeinschaft mit der RG Speyer, der Bonner RG und dem Wormser RC Blau-Weiß hatte in Ratzeburg Anfang Juni schon die Gelegenheit ihren Leistungsstand gegen andere Vereine zu testen. Es wird sich zeigen, ob die Zwischenzeit ausgereicht hat, die Mannschaft weiter zu optimieren und in Richtung eines Podiumsplatzes zu bringen. Tim weiß um die Stärke seiner Gegner, dennoch liegt für ihn der Focus auf dem Vierer. Tim wird mit seiner Routine und seinen Erfahrungen aus den vergangenen Regatten sehen, wo er sich im großen Einer- Feld aus 22 Booten positionieren kann. Ein Platz im A-Finale wird vom Trainerteam fest ins Auge gefasst, ob eine Medaille greifbar wird, muss sich zeigen. Der leichte Vierer muss in einem Fünf- Boote Feld zeigen, ob sie seit der Ratzeburger Regatta ihre Leistung noch steigern können.

 

 

AmelieAmelie Müller wird im Leichtgewichts-Juniorinnen-Einer A antreten.

Die Vize-Hessenmeisterin aus 2019 wird sich in einem 18 Boote Feld orientieren müssen. Eine Finalteilnahme ist fest ins Auge gefasst. Wie nah sie am Ende in die Spitze rudern kann, wird sich über das Wochenende zeigen.
Zudem hat Amelie noch ein zweites Ass im Ärmel, sie startet mit Thordis Gauß im Juniorinnen-Doppelzweier A.

 

 

 

 

 

ThordisAmelieDas Hessenmeisterinnen- Duo aus 2019 wird sehen wie sie sich gegen 11 weitere gemeldete Boote durchsetzen können. Tobias Maibaum ist zuversichtlich und geht von einer Teilnahme am A-Finale aus. Ob es einer der begehrten Medaillenplätze wird, bleibt abzuwarten. Thordis ist erst seit kurzem wieder in das aktive Rudertraining eingestiegen, eine Verletzung am Handgelenk hat sie zu einer Ruderpause gezwungen. Wie gut sie sich hiervon erholt hat, wird man über die Renntage beobachten müssen.

 

 

 

LinaPehchanLina Vögler und Pehchan Kapoor werden im Leichtgewichts-Juniorinnen-Doppelzweier A an den Start gehen. Mit 12 Gegenmeldungen befinden sie sich in einem ähnlichen Feld wie ihre beiden schweren Kameradinnen. Auch diese beiden Athletinnen haben während vieler Trainingskilometern auf diesen Wettkampf hingearbeitet. Geht es nach Tobias Maibaum, so ist auch hier eine Teilnahme im A-Finale ein realistisches Ziel.

 

 

 

 

 

JonasJonas Frei, der zweitschnellste Hesse in seiner Klasse aus 2019, wird im Leichtgewichts- Junior-Einer B antreten. Die Konkurrenz ist groß, so tummeln sich 21 Boote in dieser Klasse und kämpfen um die vorderen Plätze. Hier ist zu schauen, ob Jonas einen guten Lauf erwischt, der ihn ohne Umweg in die nächste Runde bringt. Das Trainerteam ist zuversichtlich, Jonas kommt auch mit schwierigen Bedingungen gut zurecht, was auf dem Baldeneysee durchaus ein Vorteil sein kann.

 

 

 

 

 

AntonAnton Gerner hat sich über die Kaderüberprüfungen in Köln und München einen Platz im Junior-Vierer mit Steuermann B gesichert. Die noch junge Mannschaft muss in Essen zeigen, wie gut sie die wenigen gemeinsamen Trainingseinheiten nutzen konnten, um sich zu finden und technisch das Boot schnell zu machen. Mit einem 5-Boote Feld ist die Finalteilnahme sicher, wir drücken die Daumen, dass es auch für eine Medaille reicht.

 

 

 

 

 

ClaraClara Fischer hat sich über verschiedene Ausscheidungsrennen einen Platz im begehrten Juniorinnen-Achter B gesichert. Die Renngemeinschaft hat im Vorfeld vier intensive Trainingswochenenden absolviert. Mit einem drei- Boote Feld ist mit Hochspannung zu erwarten, wie dieses Rennen nach 1500m über die Ziellinie geht. Denn eines ist klar, hier gibt es nur einen Versuch und die Ruderinnen müssen auf den Punkt ihre Leistung abliefern, wenn sie am Ende ganz oben auf dem Treppchen stehen wollen. "Das letzte Trainingswochenende war sehr intensiv, man merkt dass das Boot immer besser zusammen findet", so Clara Fischer.

 

 

 

 

TobiasPeterDie beiden jungen Trainer Peter und Tobias motivieren ihre Athletinnen und Athleten und geben ihnen die letzten Tipps für einen erfolgreichen Start auf den Weg. Derzeit ist bei ihnen noch keine Nervosität zu spüren, ob das so bleibt, wenn dann "ihre" Schützlinge am Start liegen, wird sich zeigen.

 

 

 

Die Regattastrecke in Essen ist für ihre wechselnden Windverhältnisse auf den unterschiedlichen Bahnen berüchtigt, hier werden Peter und Tobias gerade in den Bahnverteilungsrennen gemeinsam mit den Ruderinnen und Ruderern über die beste Taktik entscheiden. Denn hier bedeutet die beste Platzierung, je nach Wetterlage, nicht automatisch die beste Startbahn.