Ratzeburger Ruderregatta

Zweiter Tag Ratzeburg

Der Nordosten von Deutschland blieb an diesem Wochenende von  Unwettern verschont. Lediglich durch einen leichten Regen am Sonntagmorgen machte sich das Tiefdruckgebiet bemerkbar. Am Mittag waren dann wieder ideale Bedingungen für das 6 Boote Feld im Leichtgewichts-Männer-Doppelvierer. Mit von der Patie waren zwei vom DRV gesetzte Boote, die auch das Rennen dominierten. Für Tim Meier und seiner Crew aus Worms, Bonn und Speyer lief an diesem Tag nicht so gut. So wuchs der Abstand zum siegreichen Boot vom Samstag, das diesmal als viertes Boot über die Ziellinie kam, von 7 auf 10 Sekunden an. Auch das am Vortag hinter Ihnen ins Ziel kommende Boot aus München, Offenbach und Würzburg war diesmal knapp eine Länge vor ihnen. Das reichte dann auch nur für den letzten Platz. Mit dieser Leistung wird es sehr schwer werden bei der Jahrgangsmeisterschaft in drei Wochen in Richtung Medaillenrang zu fahren.

Erster Tag Ratzeburger Ruderregatta

Am Morgen des ersten Finaltages war der Wind noch etwas heftiger. Doch im Laufe des Tages wurde er schwächer und zum Finale des Leichtgewichts-Männer-Doppelvierer herrschten ideale Bedingungen mit leichter Bewölkung bei 27 Grad. Es ist schon sehr ungewohnt ohne Zuschauer und ohne Streckenreportage. Keine Anfeuerungsrufe während der Rennen. Nur wenige Mitglieder des Ratzburger Ruderclubs verfolgten die Rennen im Zielbereich. Bei der Siegerehrung wurden die Medaillen und die Blumen bereit gestellt. Die Glückwunsche wurden aus sicherer Distanz übermittelt. Aber die gute Nachricht. Es wird heftig regattiert.

Tim Niclas Meier vertritt bei dieser Senioren-Regatta die Farben der Rudergesellschaft. Zusammen mit seinem Bootskameraden aus Worms, Bonn und Speyer stellten sie sich zwei Gegner. Das dritte Boot, was in der Ergebnisliste als Sieger aufgeführt ist, startete außer Konkurrenz, da es als „schweres“ Boot nicht die Bedingungen der Leichtgewichtsklasse erfüllte. Die restlichen „leichten“ Boote fuhren auf der ersten Streckenhälfte eng beieinander. Auf der zweiten Streckenhälfte konnte sich das Boot mit den Ruderern aus Bonn, Hürth und Köln Vorteile herausfahren und gewann schließlich mit knapp zwei Längen vor dem Boot mit Tim Meier. Eineinhalb Längen dahinter kam dann das Boot aus München, Offenbach und Würzburg ins Ziel.

Das erste Ergebnis ist natürlich schwer zu bewerten. Die ersten Rennen in der Saison sind erfahrungsgemäß die schwersten. Nicht jede Mannschaft hat schon eine hohe Laktatverträglichkeit. Da können die Arme auf der ersten Teilstrecke schon mal schnell dick werden. Mit jedem Rennen wird dies aber trainiert, so dass man hier sehr schnell Fortschritte macht. Außerdem hat die Mannschaft noch nicht viele Kilometer zusammen trainiert.

Als zweites Boot in der Leichtgewichtsklasse kann man aber auf alle Fälle an dem ersten Tag zufrieden sein. Das morgige Rennen mit einem 6 Boote Feld wird dann nochmal mehr Aufschluss über den nationalen Stellenwert geben.

Vorschau Ratzeburger Ruderregatta

Ratzeburg erwacht gefühlt langsam aus dem Corona-Schlaf auf. Die 7 Tage Inzidenz ist auf 15 gefallen. Das Leben in der Stadt, in den Geschäften und in den Restaurants beginnt vorsichtig lebendiger zu werden. Die ersten Touristen kommen an dem Fronleichnam-Wochenende, um das Leben am Ratzeburger See zu genießen.

Auf dem kleineren See, dem Küchensee, richtet der Ratzeburger Ruderclub nach der Pause im Jahre 2020 wieder eine Ruderregatta aus. Da sportlich aktuell noch keine „Normalität“ besteht, muss die diesjährige Ausgabe dieser Traditionsregatta noch ohne Zuschauer und ohne internationale Beteiligung auskommen.

„Da es aber für Ruderer nicht schön ist, keine Regattaperspektive zu haben, ist es an der Zeit, dem Leistungssport in Ratzeburg genau wieder diese Perspektive aufzuzeigen“, fasst Dr. Thomas Lange die Motivationslage seines Clubs zusammen, die Regatta trotz der Beschränkungen auszurichten.

Tim Meier nimmt diese Gelegenheit gerne war, um sich endlich wieder in einem Rennen messen zu können. Das letzte Rennen auf der Normalstrecke ist fast 2 Jahre her.
Nachdem klar war, dass die Jahrgangsmeisterschaft am Ende diesen Monats aller Voraussicht stattfinden wird, glühten die Telefondrähte bzw. die Mobiltelefone und es wurden kurzerhand Renngemeinschaften vereinbart, die an diesem Wochenende ausgetestet werden sollen.

Tim wird im Leichtgewichts-Doppelvierer ohne Steuermann an den Start gehen. Seine Bootskameraden kommen aus Worms, Bonn und Speyer.
Am Samstag haben zu diesem Rennen vier Boote gemeldet. Das Finale findet um 16.10 Uhr statt.
Am Sonntag heißt es dann volles Feld. Sechs Boote, darunter auch ein Auswahlboot des Deutschen Ruderverbandes, werden sich um 14.30 Uhr einen heißen Kampf um die Medaillen in dieser Bootsklasse liefern. Wir werden über die aktuellen Ergebnisse berichten.