Wieder Aktivitäten am Bootshaus

Nach der für die meisten aktiven Ruderer schrecklichen Zeit der Einschränkungen des Ruderbetriebs am Bootshaus ist nun allmählich wieder Leben in den Ruderbetrieb, auch für Ältere und Großboot - Junkies, eingekehrt.

Sicher -  die Jugendruderinnen und  -ruderer hatten schon seit 9. Mai die Möglichkeit des Ruderns auf dem Main, aber es gab und gibt doch auch eine große Anzahl von Aktiven, die gerne wieder in ihren angestammten Gruppen im Großboot aktiv werden wollten und die vom Hessischen Ruderverband immer weiter nach hinten geschobenen Lockerungen, bei allem Verständnis für die Sicherheit, nicht oder kaum nachvollziehen konnten.
Endlich - ab 11. Juni 2020 - war dann auch das Rudern für Ältere, Alte und  vermeintlich jung Gebliebene im Großboot möglich, auch wenn sich doch manche  nicht mehr ganz so Junge in den Einer oder Zweier gerettet hatten.

Was natürlich die Aktivitäten erleichterte war, dass der Wirt und sein Personal wegen der Gastronomie am Fluss regelmäßig die Exkremente der Enten und Gänse beseitigen mussten, so dass der Tanz über die Häufen nicht so oft und intensiv nötig war.

Aber: jeder kann seinen Teil dazu beitragen, dass sich die Plagegeister bei uns nicht so wohl fühlen. Jeder kann durch lautes Rufen und Händeklatschen die Biester vertreiben, auch wenn einmal zwei oder mehr Versuche notwendig sind. Sie kommen dann auch nur sehr selten wieder. Also keine faulen Ausreden.

Glücklicherweise spielte das Wetter fast immer mit, so dass der Ruderei nichts im Wege stand, und letztlich alle wieder ihren Wassersport betreiben konnten, natürlich mit den üblichen Behinderungen. Einmal schwimmt ein großer Ast oder schon ein Bäumchen in der Fahrtstrecke, einmal fährt wieder ein Motorboot unverschämt schnell und nah an uns vorbei. Auch die Fracht - und Passagierschiffe stellen immer wieder eine Gefahrenquelle dar und schließlich muss ein Pulk Schwarz - oder Nilgänse aus der Fahrtroute vertrieben werden. Aber es gibt auch immer wieder neue Erkenntnisse, zum Beispiel dass der Main auch versunkene Schätze freigibt, wie die beiden schon starkschlammverkrusteten Autos, die kurzzeitig in Steinheim und Klein- Auheim am Flussufer lagen.

Allmählich hat man allerdings den Eindruck, dass die Wachsamkeit gegen Corona stark - zu stark - nachlässt. Alle Appelle des Vorstands sorgfältig zu desinfizieren nützen nicht,wenn sie nicht in die Praxis umgesetzt werden und wenn dann Hinweise, doch gründlich zu desinfizieren und die Skulls nicht einfach wegzuhängen, mit dem Kommentar"...das machen wir immer so" quittiert werden. Also: nicht nachlassen und wachsam und sorgfältig bleiben. Und noch ein Tipp: wer sichergehen will, kann ja auch vor dem Rudern die Skulls desinfizieren.

Das Leben am Bootshaus nimmt langsam wieder einigermaßen normale Formen an.

Aber die Bitte an alle: nicht zu normal, lieber ein bisschen vorsichtig.

Herbert Schächtele