Mitteilung zur aktuellen Situation

Liebe 79er,

es ist ein Ruderjahr was ganz im Zeichen von Corona steht. Die Jahreshauptversammlung mussten wir aufgrund der damaligen Corona-Lage auf unbestimmte Zeit verschieben. Auch das Stiftungsfest werden wir Anfang Juni nicht durchführen können. Der Deutsche Ruderverband hat bis Ende August alle Regatten abgesagt. Wie es im Herbst weitergeht ist noch unklar. Der Deutsche Rudertag, der Anfang November in Schweinfurt stattfinden sollte, wurde um ein Jahr verschoben.

Seit dem 15. März ruht der Trainingsbetrieb bei uns im Verein. Die Gaststätte ist geschlossen.  Aber unser Wirt bietet einen Abhol- und Lieferservice an.

Deutschland überlegt nun nach den doch sehr restriktiven Maßnahmen wie man wieder den Weg in die Normalität findet. Nach der Öffnung der Geschäfte hat die Hessische Landesregierung nun nach 55 Tagen auch Lockerungen für den Freizeitsport beschlossen.
Ab dem 9. Mai kann wieder im Einer gerudert werden. Personen, die zusammen in einem Haushalt leben, können auch im Zweier auf das Wasser gehen.

Doch was hat sich seit dem 15. März verändert. Mitte März hatten wir 5740 aktive Fälle in Deutschland. Am heutigen Tag sind es 22138 aktive Fälle. Es sind also mehr wie im März. Aber der Trend ist zurzeit fallend, während er im März stark ansteigend war. Diesen Trend haben wir den restriktiven Maßnahmen zu verdanken, die Ende März beschlossen wurden. Würden wir in unser altes Verhalten zurückfallen, würde es sehr schnell zu einer zweiten Welle kommen, die dann vielleicht noch verheerender wie die erste ist. Der Virus ist noch unter uns und hat Nichts von seiner Gefährlichkeit verloren.

Deshalb müssen wir auch neue Regeln für das Rudern am Bootshaus einführen. Wir haben uns dabei an die Vorgaben vom Deutschen Ruderverband gehalten, der diese Regeln zusammen mit dem DOSB erarbeitet hat. Die Vorlagen der Fachverbände waren auch die Grundlage, wieso die Hessische Landesregierung diese Lockerungen beschlossen hat.

Ich hoffe dabei auf Euer Verständnis. Es geht um Mehr. Es geht um die Gesundheit jedes Einzelnen und besonders die der Risikogruppen. Es geht um die Stabilität unseres Gesundheitssystems. Und letztendlich geht es auch um unseren Wohlstand, den wir in den letzten Jahrzehnten aufgebaut haben. Die Regierungen der Länder können nur zeitlich begrenzt Billionen an Euro in das Wirtschaftssystem pumpen, um es noch den Schaden zu minimieren.

Am Bootshaus ist ab jetzt die erste Grundregel Abstand halten. Die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung muss minimiert werden. Deshalb müsst Ihr Euer Training auch anmelden mit der Uhrzeit, wann Ihr auf das Wasser gehen wollt, und der voraussichtlichen Dauer. Dann können wir die Trainingszeiten entzerren und somit mögliche Begegnungen reduzieren. Gleichzeitig haben wir eine gute Dokumentation zur Nachverfolgung, sollte es dennoch zu einer Infektion kommen.

Nach dem Rudern müssen die Griffe der Ruder desinfiziert werden. Die Umkleiden und der Ergoraum bleiben gesperrt. Allerdings darf die Toilette im Umkleideraum genutzt werden. Es darf sich aber nur eine Person in der jeweiligen Umkleide aufhalten.

Für den Breitensport stehen die Trimmy‘s zur Verfügung, bzw. der Übungseiner 111. Die erfahrenen Ruderer können zudem den Tsunami nutzen.

In diesem Sinne. Bleibt gesund.

Viele Grüße

Berthold