BW Hürth: HRG-Boote rudern in die Spitze
Mit hervorragenden Ergebnissen kehrten die Mädchen und Jungen der Hanauer Rudergesellschaft 1879 (HRG) am ersten Juli-Wochenende vom Bundeswettbewerb in Hürth zurück. Melissa Happel ruderte ins 1.000-Meter-Finale der 14-jährigen Skullerinnen und belegte hinter den starken Booten aus Brandenburg und Schleswig-Holstein den dritten Platz. Einen achtbaren vierten Rang erreichte Johannes Lotz in der Bootsklasse der 13-Jährigen, die klar von den Starten aus den neuen Bundesländern dominiert wurde. Zudem sprang für die HRG noch ein Sieg sowie Platz drei und vier in den B-Finals heraus. Insgesamt hatten sich sieben Aktive in fünf Booten für das Hessenteam qualifiziert. HRG-Vorsitzender Frank Arnold würdigte beim Empfang der Mannschaft die vorbildliche Nachwuchsarbeit von Trainerin Susanne Keim. Sie habe großen Anteil daran, dass die Jüngsten eine Woche nach den überwältigenden HRG-Erfolgen bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften nun ebenfalls auftrumpften.
Die HRG stellte beim Bundeswettbewerb nicht nur das größte Hanauer Kontingent, sondern übertraf sogar noch die eigene fantastische Bilanz vom Vorjahr. Das Glücksgefühl fand bei der Rückkehr vom Otto-Maigler-See in Hürth seinen besonderen Ausdruck: Hupkonzert, Kindersekt, edles Speiseeis und Freudensprünge vom Bootssteg ins kühle Mainwasser. Die Freude über den Anschluss an die nationale Spitze wurde zudem mit einer großzügig gewährten dreiwöchigen Trainingspause in den Sommerferien versüßt.
Drei anstrengende Wettkampftage hatten 13/14-Jährigen zu bewältigen. Zum Auftakt fand der Langstreckenwettbewerb über 3.000 Meter statt. Tags darauf durchlief der Nachwuchs in glühender Hitze die Stationen des Zusatzwettbewerbes an Land, bei dem die Hessen-Riege mit Benedikt Wich, Leon Löb, Lukas Malkmus und Lydia-Larissa Fischer siegreich war. Zum Abschluss gingen die insgesamt 1009 Sportler in 438 Booten zur Bundesregatta über 1.000 Meter an den Start. Die sechs Startplätze in den einzelnen Läufen waren nach den Ergebnissen der Langstrecke gesetzt.
Bereits über die 3.000-Meter-Distanz setzte die HRG Ausrufezeichen: Johannes Lotz gewann im 19-Boote-Feld der 13-jährigen Skuller seine Abteilung deutlich und stand mit der viertschnellsten Zeit aller Boote sogleich im gesetzten A-Lauf über 1.000 Meter. Leichtgewicht Benedikt Wich erkämpfte in seiner Abteilung einen hervorragenden zweiten Platz und kam als Elfter in den B-Lauf des Schlusstages. Ganz nach vorne schob sich Melissa Happel: Sie fuhr nicht nur einen Abteilungssieg bei den 14-Jährigen heraus, sondern erzielte die zweitschnellste Zeit aller 22 Starterinnen. Lydia-Larissa Fischer und Lena-Maria Seuffert kamen im Doppelzweier (13/14 Jahre) ungefährdet auf Rang zwei. Leon Löb und Lukas Malkmus ruderten im Doppelzweier (13/14 Jahre) auf Platz vier. Ihnen fehlten lediglich 16 Sekunden für einen Startplatz im gesetzten Lauf der Zeitschnellsten. Im Endergebnis belegten sie einen starken zehnten Platz im großen 26-Boote-Feld.
Johannes Lotz wiederholte am letzten Wettkampftag sein hervorragendes Ergebnis der 3.000-Meter-Langstrecke und wurde Viertschnellster von 19 Startern. Einzig der HRG-Ruderer und sein Hessenteam-Kollege aus Frankfurt konnten in diesem Finale die Phalanx der Skuller aus den neuen Bundesländern einbrechen, die sowohl im A- als auch B-Finale die Bootsspitze vorn hatten. Minuten später startete Benedikt Wich im Leichtgewichts-Einer der gleichen Altersklasse und kam auf einen hart erkämpften dritten Rang im B-Finale. Nur 1,5 Sekunden trennten ihn von Platz zwei.
Das A-Finale im Mädchen-Einer (14 Jahre) mit Melissa Happel wurde zu einer klaren Angelegenheit von Stella Bleich von der Ruderjugend aus Brandenburg, die auch über 3.000 Meter ihren Gegnerinnen auf und davon fuhr. Auf Platz zwei lief Sarah Winkelmann (Ruderjugend Schleswig-Holstein) vor Melissa Happel auf dem achtbaren „Bronze“-Rang ein, für den es allerdings keine Medaille gab. Denn lediglich die beiden Ersten werden von der Deutschen Ruderjugend ausgezeichnet.
Leon Löb und Lukas Malkmus fuhren im leichten Doppelzweier (13/14 Jahre) hinter Bremen, Berlin und Rheinland-Pfalz als viertes Boot über die Ziellinie und erreichten damit Rang zehn in der Gesamtwertung der Bundesregatta. Einen klaren Sieg im gesetzten B-Lauf bei den 13/14-Jährigen gab es für den Doppelzweier Lena Seuffert/Lydia-Larissa Fischer. Mit deutlichem Abstand zum zweitplatzierten Team aus Rheinland-Pfalz zeigten die beiden, dass sie auch einen Startplatz im A-Rennen der sechs gesetzten zeitschnellsten Teams verdient gehabt hätten.







