Jugend trainiert für Olympia 2010

600 Kinder beim Schulruderwettbewerb in Hanau

 

Die HRG und die "Hassia" haben nach dem Ländervergleichskampf im letzten Jahr erneut unter Beweis gestellt, dass sie eine perfekt organisierte Regatta auf die Beine stellen können. Das Team um Berthold Ocker sorgte für einen reibungslosen Ablauf. Der Gesamtsieg des hessischen Schulruderwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ ging nach Limburg. Die Tilemann-Schule wiederholte ihren Erfolg von 2009 und verwies die Hanauer Karl-Rehbein-Schule (KRS) auf den zweiten Platz. Vor einem Jahr musste die KRS noch mit dem fünften Rang Vorlieb nehmen. Die Leibniz-Schule aus Offenbach wurde Dritte. Der Wettbewerb am 12./13. Juni mit dem Ziel Bundesfinale in Berlin war bereits das achte Mal zu Gast in Hanau. HRG-Vorsitzender Frank Arnold, der in diesem Jahr den Vorsitz im Regattaverein Hanau hat: „Mir persönlich hat es sehr viel Spaß gemacht. Es war eine gute Veranstaltung, wir konnten fast 600 Teilnehmer begrüßen.“ Das Interesse an der sonnenverwöhnten Bilderbuch-Regatta war enorm. Aus der Ferne verfolgten mehrere hundert Ruderfans das Geschehen als Live-Videostream im Internet. Die HRG-Webcam bot Bilder auf den An- und Ablegesteg, den Zielbereich und die Siegerehrung.

 

29 Rennen standen auf dem Programm. In acht Wettbewerben konnten sich die Jugendlichen für das Bundesfinale qualifizieren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus Bad Hersfeld, Frankfurt, Gießen, Kassel, Limburg, Marburg, Mühlheim, Offenbach, Weilburg, Wiesbaden und Hanau. Der sportliche Wettbewerb habe natürlich im Vordergrund gestanden, sagte Rainer Gimplinger vom Hanauer Regattaverein. Aber genauso habe man auch die pädagogische Komponente im Fokus. „Hier fand eine sehr gute Symbiose zwischen pädagogischen Komponenten und dem Leistungsgedanken statt, wie er auch im Vereinssport Rudern zu finden ist“, so Gimplinger. „Unser großes Dankeschön geht an die Regattaleitung um Berthold Ocker, der am Regattawochenende Fantastisches geleistet hat.“

 

Rund hundert Helferinnen und Helfer waren im Einsatz. Der Rennablauf stellte den Veranstalter vor große organisatorische Herausforderungen. Zahlreiche Schifffahrtspausen mussten von der DLRG und dem Regattateam abgestimmt werden, um den Main für die Rennen zwischen dem Hanauer Hafen und dem Ziel nahe der Kinzigmündung frei zu halten. „Die Schifffahrt will freie Fahrt, so entstehen schwierige Phasen, die man geschickt überbrücken muss“, erläuterte Organisationschef Berthold Ocker.

 

Der Schulruderwettbewerb endete mit einer großen Siegerehrung vor dem Bootshaus der Hanauer Rudergesellschaft 1879 (HRG). Alle Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Trainerinnen und Trainer versammelten sich zur Medaillenübergabe. In der Einzelwertung der Jungen gab es eine Überraschung. Die Platzierungen aus dem Vorjahr wiederholten sich exakt. Es gewann die Tilemann-Schule aus Limburg vor der Leibniz-Schule aus Offenbach und dem Friedrichsgymnasium in Kassel. Die Gastgeber konnten sich über ihren Erfolg in der Mädchenwertung freuen. Hier lag die Karl-Rehbein-Schule nach Platz fünf im Vorjahr ganz vorne. Dahinter die Marienschule Limburg und die Tilemann-Schule Limburg. Das Hanauer Ergebnis: Die Karl-Rehbein-Schule holte fünfmal Gold und zweimal Bronze, die Otto-Hahn-Schule verbuchte zwei Siege, die Hohe Landesschule gewann jeweils einmal Gold, Silber und Bronze.

 

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